Geschichte - Tag 5
Vedi saust zwischen den Gartenzäunen hindurch. „Hier entlang!“, ruft er, während Jara so schnell sie kann über den schmalen Kieselweg rollt. Zwischen Schuppen, Holzstapeln und alten Blumentöpfen gibt es wirklich viele versteckte Winkel. Plötzlich bleibt Vedi erschrocken stehen. „Hast du das gehört?“
Jara lauscht angestrengt. Zwischen den Beeten mit Tulpen und Narzissen bewegt sich etwas. „Da ist doch ein Schatten hinter dem Busch!“, erkennt Vedi. „Das könnte der Schwarm sein!“, hofft Jara. Wieder raschelt es – diesmal hinter einem alten Geräteschuppen. Vedi fliegt vorsichtig näher heran, doch kaum ist er um die Ecke, ist alles still. „Sie verschwinden immer!“, stellt Jara verwundert fest.
Noch einmal hören sie etwas – war das etwa ein leises Kichern? Vedi späht über einen Zaun. In diesem Moment hüpft etwas Braunes blitzschnell hinter einem großen Weidenstrauch hervor – und verschwindet sofort wieder. „Ach, ihr seid das!“, ruft eine bekannte Stimme. Langsam tritt die Osterhäsin hinter dem Strauch hervor. Ihre Ohren wippen leicht, und sie hält einen bunt bemalten Korb im Arm. „Ihr habt mich aber erschreckt!“ Jara blinzelt überrascht. „Du uns erst! Wir dachten, das wären die Bienen!“
Die Osterhäsin lächelt verschmitzt. „Nein, nein. Ich verteile schon ein paar Osternester. Und beim Eierverstecken darf mich natürlich niemand sehen“, zwinkert sie den beiden zu. Dann wird sie ernster. „Aber ich habe gehört, dass ein Bienenschwarm verschwunden ist.“ Vedi nickt. „Wir suchen überall.“ Jara richtet sich auf. „Wir finden sie!”. „Davon bin ich überzeugt! Ihr habt bisher immer alles geschafft. Und dann helft ihr mir beim Nester verstecken und Osterzopf backen!“, sagt die Osterhäsin ermutigend.
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